AIDAnova: Die ersten Impressionen von Bord

Der Beach Club an Bord der AIDAnova. Foto: Christoph Assies
Der Beach Club an Bord der AIDAnova. Foto: Christoph Assies

Ein Gastbeitrag von Christoph Assies

In Bremerhaven hat die Meyer Werft am Mittwochvormittag die AIDAnova an die Reederei AIDA Cruises übergeben. Für Kreuzfahrtlotse war unser Gastautor Christoph Assies an Bord und hat bei einem exklusiven Schiffsrundgang die ersten Fotos von der AIDAnova mitgebracht.

Erstmals Antrieb mit Flüssiggas

Die AIDAnova ist nicht nur das bisher größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff, es ist auch das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das ausschließlich mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann. Das Maschinenraummodul mit dem Kraftwerk zur Versorgung des gesamten Schiffs- und Hotelbetriebes wurde in Warnemünde auf der Werft Meyer Neptun gebaut. Von hier kommen die vier Dual-Fuel-Motoren von Caterpillar (Kiel/Rostock), die auf See und im Hafen zu 100 Prozent mit LNG betrieben werden können.

Die AIDAnova verfügt über 17 Restaurant und 23 Bars. Auf 20 Decks sind 2626 Kabinen von der Single-Kabine, über Innen- und Balkonkabinen bis zu 31 Suiten verteilt. „Viele Dinge, die wir hier an Bord realisiert haben, sind nach dem Feedback unserer Gäste entstanden“, sagt Michael Stendebach, Vice President Product Development bei AIDA Cruises, und in seiner Position für die Weiterentwicklung des Produktes in dem Kreuzfahrtunternehmen verantwortlich.

Neues Restaurantkonzept für AIDAnova

So habe man verschiedene Restaurant-Konzepte überarbeitet und „geclustert“. Ein asiatischer Bereich auf Deck 6 beherbergt beispielsweise konzentriert alle asiatischen Bars und Restaurants von der Tokyo Bar, über das East Restaurant bis zum Teppanyaki Asia Grill, wo auf einer Stahlplatte direkt am Tisch die Spezialitäten zubereitet werden.

Das Angebot an Service-Restaurants ist auf der AIDAnova im Vergleich zu den anderen Schiffen der Flotte noch einmal erweitert worden. Das Restaurant Ocean´s, ein Spezialitätenrestaurant für Fisch und Meeresfrüchte, das optisch durch raumhohe LED-Wände auffällt, auf denen Fischschwärme an den Gästen vorbeiziehen, ist eine dieser Neuerungen.

Auf einer Streetfood-Meile bekommen die Passagiere von frühmorgens bis nach Mitternacht Currywurst, Döner „oder eine einfache leckere Stulle auf die Hand“, wie es Stendebach ausdrückt.

Das Time Machine Restaurant der AIDAnova. Foto: Christoph Assies
Das Time Machine Restaurant der AIDAnova. Foto: Christoph Assies

Im neuen Time Machine Restaurant werden die Gäste auf eine Zeitreise geschickt. Hier ist eine Dinner-Show geplant. In den Bereich gelangen die Gäste scheinbar nur über einen Fahrstuhl: Es ist aber vielmehr die Inszenierung der Reise in eine andere Welt. Ruckeln, leichtes Schaukeln und Vibrationen sind gewollt und der vermeintliche Aufzug ist ein Foyer, durch das die Gäste das Restaurant betreten.

Das Yachtclub Restaurant. Foto: Christoph Assies
Das Yachtclub Restaurant. Foto: Christoph Assies

Fernsehstudio an Bord der AIDAnova

Weltweit einmalig auf einem Kreuzfahrtschiff ist das Studio X, ein modernes Fernsehstudio, das nach Angaben von AIDA Cruises einem Studio an Land in nichts nachsteht. Es ist sowohl Aufnahmezentrum für das Bordfernsehen als auch Studio für die „Wer wird Millionär“-Sendungen an Bord, bei denen Passagiere auf dem Quizstuhl Platz nehmen und mit Glück sogar die nächste Kreuzfahrt gewinnen können. Täglich wird im Studio X live produziert und übertragen.

Das Atrium der AIDAnova. Foto: Christoph Assies
Das Atrium der AIDAnova. Foto: Christoph Assies

Herzstück des Schiffes und „Wohnzimmer, Theater und Bar zugleich“ ist laut Stendebach das Theatrium, das sich über drei Decks erstreckt. „Speziell bei der Realisierung dieses Raumes braucht man einen Partner mit viel Know-How“, so der 46-Jährige über den Bereich, der über eine 360-Grad-Bühne mit mehr als zehn LED-Wänden und einen Magic Tunnel verfügt. „Daraus können Artisten auftreten und sich beispielsweise abseilen, der Magic Tunnel kann aber auch für Projektionen verwendet werden“, so Stendebach.

Beach Club und Four Elements für Aktivurlauber

Für Aktivurlauber ist das Four Elements mit einem Klettergarten und Wasserrutschen der Anlaufpunkt an Bord, für Ruhesuchende der Wellnessbereich, der sich auf insgesamt rund 3500 Quadratmetern erstreckt.

Der Beach Club der AIDAnova. Foto: Christoph Assies
Der Beach Club der AIDAnova. Foto: Christoph Assies

Abends eine Party-Location, tagsüber ein Bereich zur Erholung an mehreren Pools und an der wie gewohnt sternenförmigen AIDA Bar ist der Beach Club der mit einem speziellen UV-Foliendach versehen wurde. Wie schon auf den in Japan gebauten Schiffen der Flotte, AIDAprima und AIDAperla, sorgt ein Be- und Entlüftungssystem für konstant angenehme Temperaturen.

„Wir sind davon überzeugt, dass auf diesem Schiff eine große Flexibilität für die verschiedenen Zielgruppen geboten wird. Vom alleinreisenden Pärchen, das sich abends gerne zurückzieht, aber auch für Familien mit Kindern, die Action brauchen“, so Stendebach, der vor seiner Karriere bei AIDA Cruises für Hotels in den Vereinigten Arabischen Emiraten gearbeitet hat.

Auftrag von Carnival Corporation umfasst acht Schiffe

Die AIDAnova ist das erste von drei neuen Schiffen für die Marke AIDA Cruises. Die weiteren Schiffe mit einer Größe von über 183.000 BRZ und einer Kapazität von jeweils mehr als 2.500 Kabinen werden Ende 2021 und 2023 die AIDA-Flotte verstärken. Sechs weitere Schiffe für Carnival Corporation (Miami) sind bereits in Papenburg und bei Meyer Turku für andere Marken des Konzerns bestellt. Dazu gehören auch die Costa Smeralda und die Iona für P&O Cruises.

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