Auf Metropolentour mit AIDAperla

Mittwoch – Brügge ganz kulinarisch

Heute könnten wir theoretisch richtig schön ausschlafen, da wir erst um 11:00 Uhr in Zeebrügge anlegen werden. Florian schafft das auch ganz gut, nur ich bin ab 05:30 Uhr wach, da mich der Sonnenschein, der durch den Schlitz der Gardinen fällt, weckt. Da ich nicht mehr einschlafen kann, beschließe ich wach zu bleiben und genieße das gute Wetter an Deck bei einem kleinen Spaziergang. Um diese frühe Uhrzeit ist natürlich noch kaum jemand wach, sodass es sich so anfühlt, als hätte ich das gesamte Schiff für mich alleine. Den tollsten Ausblick genieße ich vom Skywalk aus, als die AIDAperla in den Sonnenaufgang fährt.

AIDAperla fährt in Richtung Zeebrügge
AIDAperla fährt in Richtung Zeebrügge

Anschließend mache ich es mir auf unserem Balkon in der Hängematte gemütlich, da ich merke, dass ich doch wieder müde werde. In die Decken gekuschelt und dem Meeresrauschen lauschend, komme ich so noch etwas zur Ruhe, bis dann auch für Florian der Wecker klingelt und wir uns auf den Weg ins French Kiss zum Frühstück machen. Den Abend vorher hatten wir hier einen Tisch reserviert.

Ein leckeres Frühstück im French Kiss
Ein leckeres Frühstück im French Kiss

Wir werden vom Maître an unseren Tisch gebracht und bekommen eine kleine Karte mit den Frühstückoptionen. Wir entscheiden uns für eine Etagere mit einer Schinken- und Käseauswahl und frischem Lachs, einem Korb mit Brot und Brötchen, frisches Obst und French Toast. In diesem Restaurant fühlen wir uns direkt wohler als in den Buffetrestaurants, da es wesentlich ruhiger ist und wir uns dank dem Service auch mehr entspannen können.

Wir frühstücken ganz in Ruhe und schauen uns anschließend das Einlaufen in Zeebrügge vom Balkon aus an. Durch das späte Anlegen möchten natürlich alle Gäste auf einmal das Schiff verlassen. Da auch nur eine Gangway bereitgestellt wird, staut es sich dementsprechend lang in das Schiff hinein. Kein guter Start in unseren Landgang… Letzten Endes schaffen wir es aber natürlich von Bord und lassen uns vom Hafenshuttle zum Hafenausgang fahren. Gleich um die Ecke befindet sich dann auch schon unsere Haltestelle für den Cruise Express, mit dem wir nach Brügge fahren werden. Um 12:00 Uhr starten wir dann endlich.

Eine gute halbe Stunde später erreichen wir dann nach einer etwas rasanten Fahrt Brügge. Der Parkplatz ist nicht weit entfernt vom Minnewaterpark, sodass wir von hier aus auch unsere Tour durch die Stadt starten. Wir schlendern also durch den Park und erreichen unseren ersten Fotostopp, das Sashuis. Das alte Schleusenhaus ist nicht begehbar, sodass wir uns mit der Außenansicht begnügen. Anschließend geht es weiter durch den Begijnhof, der im Jahr 1245 gegründet wurde. Heute pflegen Nonnen des Benediktinerinnenordens diesen ruhigen Platz.

Blick aus das Begijnhuise im Begijnhof
Blick auf das Begijnhuisje im Begijnhof

Wir erkunden weiter die kleinen Gassen und erreichen unser nächstes Ziel, die Liebfrauenkirche. Natürlich möchten wir uns die Kirche auch von innen ansehen, allerdings sieht man die wahren Schätze der Kirche nur nach Bezahlung des Museumseintritts. Diesen sparen wir uns aber, da noch viele andere Attraktionen auf unserem Plan stehen.

Unser Weg führt uns hinter die Kirche, wo uns einer der bekanntesten Plätze Brügge erwartet: die Bonifatiusbrücke. Es sehr voll, da viele Reisegruppen und Stadtführungen hier Halt machen und natürlich jeder ein Foto machen möchte. Schließlich schaffen auch wir es über die Brücke. Anschließend geht es weiter in Richtung Zentrum und Shopping Meile. Schon jetzt hat uns diese Stadt in ihren Bann gezogen. Die kleinen Gassen und Häuser, dazu die Grachten und allerbestes Wetter, einfach toll!

Die Bonifatiusbrücke im Rücken der Liebfrauenkirche
Die Bonifatiusbrücke im Rücken der Liebfrauenkirche

Unser nächster Stopp ist dann der Imbiss „Chez Vincent“. Hier soll es die besten Pommes geben! Wir finden direkt einen Platz und können auch noch draußen sitzen. Nach einem Blick in die Karte steht fest, dass wir natürlich die Pommes testen müssen. Die Bestellung erfolgt schnell und unkompliziert und nach kurzer Zeit können wir unsere Auswahl testen. Die Pommes und die Saucen sind wirklich lecker, ob es aber tatsächlich die besten sind, das können wir nicht beurteilen. Nach unserem Mittagessen schlendern wir etwas durch die Innenstadt und kaufen noch ein paar Postkarten und Magnete als Souvenirs für die Familie daheim.

Leckere belgische Pommes zu Mittag
Leckere belgische Pommes zu Mittag

Anschließend gehen wir zur Brauerei „Burgogne des Flandres“, wo wir eine Besichtigung gebucht haben. Die Anmeldung erfolgt ganz unkompliziert. Wir bekommen zwei Audioguides, mit denen wir die Markierungen unterwegs einscannen können. Unsere Tour durch die Brauerei beginnt in einem Nachbau der privaten Räumlichkeiten der Gründerfamilie. Danach folgen die Informationen zu den einzelnen Zutaten und zu guter Letzt die Braukessel, an denen auch der Braumeister arbeitet. Mit ihm konnten wir uns lange über seinen Beruf sowie das belgische Bier unterhalten und auch die Würze des Tages probieren. Die schmeckt tatsächlich sehr süß und erinnert ein wenig an süße Pfannkuchen.

Der Innenhof der Brauerei "Burgogne des Flandres"
Der Innenhof der Brauerei „Burgogne des Flandres“

Danach endet die kleine Ausstellung auch schon. Als kleinen Gag kann man an einem Computer noch ein Diplom im virtuellen Einschenken des Biers erwerben. Nach unserem Rundgang gehen wir zurück zum Anfang, wo sich noch ein kleiner Shop befindet und wir auch die Marken für unser Bier erwerben. In unserer Besichtigung ist nämlich für jeden ein Glas des klassischen „Burgogne des Flandres“ inkludiert. Unsere Marke können wir dann in der brauereieigenen Bar gegen ein solches Bier eintauschen. Beim Blick auf die Grachten genießen wir unser Bier, bevor es weiter zu den nächsten Punkten unserer Tour geht.

Der Arbeitsplatz des Braumeisters
Der Arbeitsplatz des Braumeisters

Vorbei am Belfried und über den Marktplatz, möchten wir dann eine belgische Waffel bei „Chez Albert“ testen. Hier soll es die besten der Stadt geben. Da die Schlange aber sehr lang ist, beschließen wir, die Waffel woanders zu kaufen und erst einmal weiterzulaufen. Wir gehen über den Rathausplatz und den Huidenvettersplein und erreichen so den Rozenhoedkaai, von wo aus wir noch eine Grachtenfahrt unternehmen werden.

Blick auf Brügge vom Rozenhoedkaai
Blick auf Brügge vom Rozenhoedkaai

Wir haben Glück und unser Boot ist schnell voll, sodass wir sofort starten können. Mittlerweile hat es sich etwas zugezogen, sodass wir die Grachten nun leider nicht mehr im Sonnenschein entdecken können. Die Fahrt führt uns innerhalb von 30 Minuten noch einmal durch den Stadtkern. Zum Abschluss des Tages kaufen wir in einer Chocolaterie dann noch einige belgische Pralinen und belohnen uns beim „House of Waffles“ mit einer Waffel. Tatsächlich reicht uns auch eine Waffel für zwei Personen, da sie sehr sättigend sind. Anschließend machen wir uns dann auf den Rückweg zum Busparkplatz und erreichen gegen 18:00 Uhr das Schiff.

Zum Tagesabschluss gibt es noch eine belgische Waffel
Zum Tagesabschluss gibt es noch eine belgische Waffel

Von diesem anstrengenden Tag müssen wir uns erstmal etwas auf der Kabine ausruhen. Unser Abendessen nehmen wir dann auch im French Kiss zu uns. Besonders das Tatar zur Vorpeise hat wirklich gut geschmeckt!

Den Abend lassen wir dann in einer Bar ausklingen. Natürlich darf aber auch ein Gang durch die Shops nicht fehlen, da wir noch unsere obligatorischen Souvenirs einkaufen möchten. Während ich meiner Familie immer Magneten von allen Orten mitbringe, sammelt Florian Schiffsmodelle von all den Kreuzfahrtschiffen, auf denen er schon unterwegs war.

 

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