Die A-ROSA Viva: Modernes Ambiente auf dem Fluss

A-ROSA Viva in Mantes-la-Jolie
A-ROSA Viva am Anleger in Mantes-la-Jolie

Die Flusskreuzfahrt hat oft ein angestaubtes Image. Doch A-ROSA Kreuzfahrten will dem entgegenwirken und fokussiert sich auf eine jüngere Zielgruppe. Wie das aussehen kann, erfahrt ihr in diesem Schiffsportrait der A-ROSA Viva.

Die A-ROSA Viva wird auf der Seine in Frankreich eingesetzt und befährt drei unterschiedlich lange Routen in der Normandie. Start- und Zielhafen ist dabei jeweils Paris, angesteuerte Ziele sind Rouen, Les Andelys, Vernon und Caudebec-en-Caux.
Das Schiff erstreckt sich über vier Decks, die öffentlichen Bereiche verteilen sich dabei hauptsächlich auf die oberen beiden Decks.

Wanddekoration in der Weinwirtschaft
Wanddekoration in der Weinwirtschaft

Bar- und Restaurantbereiche an Bord

Herzstück des Schiffes ist der Barbereich, denn hier lässt sich nicht nur ein entspannter Abend mit Musik und einem Cocktail verbringen. Auch tagsüber ist die Lounge immer wieder Treffpunkt für alle Gäste, sei es zu Kaffee und Kuchen oder einfach nur für ein nettes Gespräch. Hier finden neben der Seenotrettungsübung und der Offiziersvorstellung am ersten Abend auch Häfen- bzw. Ausflugspräsentationen statt. Ebenfalls wird abends das Rätsel des Tages aufgelöst, anschließend sorgt ein Alleinunterhalter für die richtige Musik und ab und zu wird auf der kleinen Tanzfläche auch das Tanzbein geschwungen.

Die Lounge der A-ROSA VIVA
Die Lounge der A-ROSA VIVA mit weihnachtlicher Dekoration

Die Lounge wird durch den Bartresen vom Café bzw. Restaurant getrennt. Dies ist einer von zwei Bereichen, in denen man seine Speisen zu sich nehmen kann. Hier sitzt man in lockerer Atmosphäre beim Essen, was sich unserer Meinung gut für das Frühstück und den nachmittäglichen Kuchen eignet. Der beschriebene Barbereich ist allerdings auch Durchgang zu den hinteren Bereichen des Schiffes. Davon merkt man aber nur sehr wenig, die Raumteiler trennen Gang und Sitzbereich angenehm voneinander.

Hinter dem Café bzw. Restaurant schließt sich das Buffet mit Live-Cooking Station an. Die Live-Cooking Station kommt vor allem beim Frühstück zum Einsatz, hier kann man sich frisches Rührei oder Omeletts zubereiten lassen. Ebenfalls stehen täglich wechselnde süße Speisen auf dem Frühstücksbuffet, zum Beispiel Arme Ritter. Die Auswahl der angebotenen Speisen ist groß, hier sollte wirklich jeder etwas für seinen Geschmack finden. Besonders gut gefiel uns, dass vieles bereits in Gläsern bereit stand, so zum Beispiel kleine Portionen Risotto oder ein kleiner Salat mit Fleischspieß.

Zudem fanden sich einige französische Einflüsse am Buffet, was sich bei dem Fahrtgebiet auch anbietet. Neben frischem Baguette gab es beispielsweise Zwiebelsuppe, Crêpes zum Dessert oder auch eine große Auswahl an verschiedenen Käsesorten.
Ebenso gibt es jeden Abend drei verschiedene Eissorten, bei denen man sich frei bedienen kann. Insbesondere für Kinder scheint dies ein gutes Angebot zu sein.

Gemütliche Sitzecke fürs Frühstück oder Kaffee und Kuchen
Gemütliche Sitzecke fürs Frühstück oder Kaffee und Kuchen

An das Buffet anschließend befindet sich dann der zweite Restaurantbereich, das Marktrestaurant, der sich vom Ambiente her eher für längere Mahlzeiten wie das Mittag- oder Abendessen anbietet, da er getrennt vom Loungebereich ist. Wie auch im Café / Restaurant hat man hier freie Platzwahl.
Besonderes Highlight in diesem Raum sind die Lampen über dem größten Tisch. Hier saßen während unserer Kreuzfahrt viele Alleinreisende, die sich so untereinander kennenlernen konnten.

Familien-Tipp: Wir haben mehrmals an Bord gesehen, dass es für Kleinkinder sehr praktische Sitzmöglichkeiten für die Mahlzeiten gibt. Die bekannten Hochstühle werden zwar nicht verwendet, stattdessen gibt es sogenannte Tischsitze.

Esstisch im Marktrestaurant
Esstisch im Marktrestaurant

Am Heck des Schiffes und hinter dem Marktrestaurant, befindet sich die Weinwirtschaft. Hier finden beispielsweise Weinverkostungen und Cocktailworkshops statt, die vom Maître durchgeführt werden. Gegen einen kleinen Aufpreis kann man daran teilnehmen. Diese Veranstaltungen werden im Tagesprogramm angekündigt, buchen kann man also direkt an Bord.
Als besonderes Spezial der Küche wird hier einmal während der Reise ein exklusives Dining Erlebnis angeboten. Während unserer Reise wurde das Menü in Kooperation mit dem Frankfurter Restaurant Mon Amie Maxie entwickelt und bietet sicherlich eine schöne Abwechslung zum täglichen Buffet. Wer sich dieses Dinner gerne gönnen möchte, muss aber auch hier wieder einen Aufpreis bezahlen.

Blick durch die Weinwirtschaft
Blick durch die Weinwirtschaft am Heck des Schiffes

Die sich in der Weinwirtschaft befindliche Bar führt auch hinaus in den gemütlichen Außenbereich am Heck auf Deck 3. Dieser ist unter anderem auch Raucherbereich, was sich für Nichtraucher leider etwas nachteilig auswirken kann, da auch in der Weinwirtschaft immer ein leichter Rauchgeruch zu merken war. Im Winter konnten wir diese Außenbar nicht wirklich nutzen, allerdings lässt es sich hier auch bei kalten Temperaturen gut aushalten, da es Heizstrahler gibt.
Zudem denkt sich die Crew auch immer wieder tolle Veranstaltungen aus, sodass wir in der P’tit Bar an einem Weihnachtsumtrunk mit frischen Waffeln und selbstgemachtem Glühwein teilnahmen.

Die P'tit Bar ist auch ein Raucherbereich an Bord
Die P’tit Bar ist auch ein Raucherbereich an Bord

Weitere öffentliche Bereiche der A-ROSA Viva

Natürlich machen die Bar- und Restaurantbereiche den größten Teil der öffentlichen Bereiche aus. Dennoch gibt es noch einiges mehr zu entdecken. Im Bugbereich auf Deck 3 befindet sich das SPA-ROSA. Neben zwei Behandlungsräumen gibt es hier auch ein Sanarium, einen kleinen Ruhebereich und einen Außenbereich. Dort finden sich ein Whirlpool und noch weitere Liegen. Im Sommer ist das neben dem Sonnendeck wohl mit der entspannteste Ort an Bord, aber auch im Winter ist der Bereich frei zugänglich und der Whirlpool nutzbar.
Eine Broschüre mit allen Informationen zu Anwendungen, Produkten und Preisen liegen bei Anreise auf der Kabine.
Wer im Urlaub gerne Sport treiben möchte, kommt auch im SPA-ROSA voll auf seine Kosten. Natürlich ist der Fitnessbereich nicht der größte, bietet aber neben einigen Geräten auch Matten, Hanteln und Handtücher. Einen Wasserspender gibt es selbstverständlich auch.

Einer der beiden Anwendungsräume im SPA-ROSA
Einer der beiden Anwendungsräume im SPA-ROSA

Mittschiffs befindet sich dann das Foyer der A-ROSA Viva, welches sich von Deck 1 bis Deck 3 erstreckt. Auf Deck 2 befindet sich die Rezeption, die rund um die Uhr besetzt ist und wo einem jederzeit freundlich weitergeholfen wird. Hier liegen auch die aktuellen Hafenführer und Kataloge bereit.
Ein Deck höher liegen dann der Ausflugsschalter und der Bordshop. Dieser ist für ein Flusskreuzfahrtschiff schon relativ groß und bietet unter anderem A-ROSA Souvenirs, Schmuck und etwas Kleidung. Die jeweiligen Öffnungszeiten finden sich auch wieder im Tagesprogramm.
Ebenso befinden sich in diesem Bereich auch kleine Ausstellungstische, auf denen Besonderheiten an Bord präsentiert werden. Dazu zählen zum Beispiel Informationen zum SPA-ROSA sowie Produktpröbchen, Informationen zum exklusiven Dining und die Präsentation der A-ROSA Gewürze, die sich an Bord erwerben lassen.
Zusätzlich gibt es auf Deck 2 und 3 auch kleine Sitzbänkchen und WCs, sodass man sich nicht immer wieder zurück auf die Kabine begeben muss.

Der beeindruckende Lichtdom
Der beeindruckende Lichtdom im Atrium

Ein wahres optisches Highlight war für uns vor allem die Deckengestaltung im Foyer. Hier finden sich die Lampen aus dem Marktrestaurant wieder. Deren Anordnung schafft einen tollen Hingucker an Bord, dem man immer wieder begegnet.
Zusätzlich lässt sich auch vom Sonnendeck aus durch ein Glasdach, den sogenannten Lichtdom, in das Foyer bis auf Deck 1 hinunterschauen.

Das Sonnendeck der A-ROSA Viva

Das Sonnendeck ist auf Deck 4 und somit auch das oberste Deck der A-ROSA Viva. Es erstreckt sich fast über die gesamte Länge des Schiffes. Lediglich der Bereich rund um das Steuerhaus ist nicht für Gäste freigegeben, sondern wird als Crew Sonnendeck genutzt.

In den Außenbereich gelangt man über drei Treppen: Eine liegt am Heck in der P’tit Bar, eine weitere in der Nähe des Buffets und die dritte zwischen Foyer und Lounge.
Das Sonnendeck lässt sich in drei Bereiche aufteilen. Ganz vorne, direkt hinter dem Crewbereich, finden sich zahlreiche Liegen sowie zwei Außenduschen. Sonnensegel schützen im Sommer vor starkem Sonnenschein.
Mittschiffs gibt es neben dem Lichtdom einige Sitzgelegenheiten und eine Spielfläche, die sich beispielsweise für das Spiel Dame nutzen lässt. Weiter in Richtung Heck befinden sich dann noch eine Shuffleboardfläche sowie ein kleines Putting Green, wo man Minigolf spielen kann.
Daran anschließend befindet sich die Außengastronomie mit vielen Sitzplätzen und einer mobilen Bar- und Grillstation. Besonders im Sommer muss das ein ganz besonderes Highlight sein. Vor Wind schützen die vielen halbhohen Windfänge.

Blick über das Sonnendeck mit Putting Green
Blick über das Sonnendeck mit Putting Green

Während unserer Reise im Dezember kamen wir leider nicht in den Genuss des Sonnendecks, da es nicht nur kalt, sondern auch sehr nass und nebelig war.

Die Kabinen der A-ROSA Viva

Selbstverständlich gibt es auch auf Flusskreuzfahrtschiffen unterschiedliche Kabinenkategorien. Wichtig ist jedoch, dass keine der 99 Kabinen eine Innenkabine ist und somit ein Blick nach draußen garantiert wird. Allerdings kann es vorkommen, dass im Hafen aufgrund von Tidenunterschieden besonders auf dem untersten Deck die Sicht nach draußen durch die Kaimauer versperrt wird.

Insgesamt bietet A-ROSA auf der A-ROSA Viva vier verschiedene Kabinenkategorien an, die sich auf die Decks 1 bis 3 verteilen. Dennoch sind alle Kabinen gleich groß, ungefähr 14m² pro Kabine.
Die günstigste Kabinenkategorie ist die 2-Bett-Außenkabine der Kategorie S. Hier finden sich getrennte Betten und die Möglichkeit eines Zusatzbettes, was sich wohl besonders dann anbietet, wenn man mit zwei Freunden verreisen, aber keine zwei Kabinen buchen möchte.

Unsere Kabine auf Deck 1
Unsere Kabine auf Deck 1

Die 2-Bett-Außenkabine der Kategorie A bietet wie die Kategorie S zwei Bullaugen, dafür aber ein gemeinsames Bett.
Beide Kabinentypen befinden sich auf Deck 1, was bedeutet, dass man ungefähr zur Hälfte unter Wasser wohnt. Uns hat das nicht gestört, besonders abends ist das sehr angenehm, da man zum Einschlafen dem Wasserplätschern lauschen kann.
Wer sich unter diesen Gegebenheiten jedoch nicht wohlfühlt, der sollte sich eine Kabine der Kategorien C und D aussuchen. Beide bieten einen französischen Balkon, die Türen lassen sich natürlich auch öffnen, sodass man nicht nur die gute Aussicht genießen, sondern auch frische Luft schnappen kann.

Ausblick durch die Bullaugen
Ausblick durch die Bullaugen – zur Hälfte unter Wasser

Bis auf die genannten Unterschiede sind die Kabinen aber allesamt gleich ausgestattet. Der Kleiderschrank bietet mit drei Türen sehr viel Stauraum, besonders schön ist, dass eine der Türen einen Ganzkörperspiegel hat.
Ansonsten befinden sich in der Kabine noch ein TV mit vielen deutschen Programmen und dem Infoscreen, wie man ihn auch überall an Bord findet. Dieser bietet Informationen zu Wetter, Route und Lage in der Stadt. Gegenüber des Bettes steht eine Art Schreibtisch, der sich dank seiner Rollen auch im Raum bewegen lässt. Ebenso gibt es noch einen zweiten Schreibtisch, der aber auch als Schmink- oder Frisiertisch genutzt werden kann. Er beinhaltet zum einen den Föhn, aber es hängt auch ein Spiegel darüber, sodass man sich auch zu zweit fertig machen könnte, einer im Badezimmer, einer an diesem Tisch.

Die A-ROSA Viva in Vernon
Die A-ROSA Viva in Vernon

Das Badezimmer hat eine durchschnittliche Größe, wirkt aber durch die helle Gestaltung sehr freundlich. Auch hier gibt es wieder einen großen Spiegel, der über dem Waschbecken die gesamte Breite der Wand einnimmt. Von Vorteil ist auch, dass es wieder viel Stauraum gibt und auch die Dusche bietet viel Platz. Wir haben uns besonders gefreut, dass es keinen Duschvorhang, sondern eine Glastür gibt.

Familien-Tipp: Wer mit seiner Familie reisen möchte, dem empfehlen wir die Familienkabinen, die es jeweils ein Mal pro Deck in den Kategorien A, C und D gibt. Durch eine Tür lassen sich zwei Kabinen miteinander verbinden, sodass man seine Kinder zwar jederzeit im Auge hat, aber auch seine eigene Privatsphäre schaffen kann.